Donum vitae stellt im Familienministerium EU-Projekt „Positive Elternschaft“ vor.

Foto v.l.n.r.: Martina Dreibus, Klaus-Peter Lohest, Ingrid Gundert-Waldforst, Constanze Nattermann, Verena Nass, Sylvia Eisert
Im Rahmen des Eramus+Projektes „Positive Elternschaft“ sollten gemeinsam mit den Projektpartnern aus Litauen, Polen, Italien und der Türkei Methoden erarbeitet werden um Jugendliche präventiv auf eine „erfolgreiche Elternschaft“ vorzubereiten. Die beiden in Boppard ansässigen Institutionen Donum Vitae und Jugend-begegnungsstätte, vertreten durch Ingrid Gundert-Waldforst und Hermann Schmitt initiierten und entwickelten den deutschen Beitrag für dieses europäische Bildungsprojekt mit einer zweijährigen Laufzeit.

Die beiden deutschen Projektpartner präsentierten im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Herrn Ministerialdirigent Klaus Peter Lohest und Referentin Martina Dreibus dieses wegweisende Projekt. Der rege Austausch fand gemeinsam mit Verena Nass, Vorsitzende von donum vitae Boppard e.V und deren Stellvertreterin Sylvia Eisert sowie Constanze Nattermann, Vorsitzende von donum vitae Rheinland-Pfalz statt. Im Rahmen des Gespräches wurde auch dargelegt, dass die Zahl der weltweiten Abtreibungen seit den 90iger Jahren rückläufig ist. Durch einen einfacheren Zugang zu Verhütungsmitteln ist der Anteil an ungewollten Schwangerschaften spürbar gesunken. Einen Zusammenhang mit dem Rückgang der Abtreibungen und dem per Gesetz verbotenen Schwangerschafts-abbruch sehen die Fachleute nicht. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass im Rahmen des Beratungsangebotes eine ergebnisoffene, dem Schutz des menschlichen Lebens dienende Beratung die beste Möglichkeit ist, Frauen im Konflikt zu erreichen und ungeborenes Leben zu schützen.

Seit Jahren arbeiten Ingrid Gundert-Waldforst, Leiterin der Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae und Hermann Schmitt, Leiter der JBS, bei sexualpädagogischen Projekten zusammen. Neben dem Aufklärungsunterricht für Schülerinnen und Schüler bietet Donum Vitae auch Kurse für Schwangere sowie junge Mütter und Väter an, bei denen es darum geht, ihnen die Angst im richtigen Umgang mit dem Neugeborenen zu nehmen. Auch Elternpraktika an Schulen bieten Donum Vitae und JBS gemeinsam an. Mithilfe computergesteuerter Babysimulatoren können 14- bis 16-jährige Schülerinnen und Schüler drei Tage und Nächte realistische Erfahrungen machen, wie es ist, einen Säugling zu versorgen. Das RealCare-Baby © simuliert die Bedürfnisse eines Babys und zeichnet das Pflegeverhalten auf. Der Babysimulator verhält sich wie ein echtes Baby, macht sich durch Laute verständlich und erwartet auch nachts Zuwendung. Bei der Arbeit mit den Babysimulatoren waren Ingrid Gundert-Waldforst und Hermann Schmitt Pioniere in der Region. Die Arbeit hat sich gelohnt – gerade auch was die internationale Aufmerksamkeit angeht. Und nicht zuletzt sind auch die Jugendlichen sensibilisiert, den Zeitpunkt für den eigenen Kinderwunsch besser einschätzen zu können.

Kinderwunschberatung

In der Beratungsarbeit von DONUM VITAE ist ungewollte Kinderlosigkeit immer wieder ein Thema - Tendenz steigend.

In den Beratungsstellen in Landstuhl und Montabaur wird neben der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung psychosoziale Beratung bei Kinderwunsch angeboten. Hierzu haben die Beraterinnen eine Zusatzqualifikation über das Beratungsnetzwerk für Kinderwunsch Deutschland erworben und sind als BKiD Beraterinnen zertifiziert.

Das Beratungsangebot richtet sich an Paare, die darunter leiden, dass sich ihr Kinderwunsch bisher nicht erfüllte. Jedes dieser Paare hat einen individuellen Leidensweg durchschritten. Erfolglose Versuche der assistierten Befruchtung gehören ebenso zu ihren Erfahrungen wie die vergebliche Bemühung um ein Adoptivkind.

  • Beratung kann helfen:

    - Einen angemessenen Umgang mit ungewollter Kinderlosigkeit
    zu entwickeln
    - Mehr Gelassenheit zu erlangen
    - Enttäuschungen und Krisen besser verarbeiten zu können
    - Unerwünschte und hinderliche Verhaltensweisen bezüglich
    Realisierung des Kinderwunsches gemeinsam mit dem Paar zu
    erkennen und zu verändern
    - Neue Perspektiven und Wege für sich und die Partnerschaft zu
    entdecken
  • Beratungsstelle Landstuhl
  • Beratungsstelle Montabaur

Gewalt gegen Frauen und Mädchen

„Eines gilt grundlegend für alle Länder, Kulturen und Gemeinschaften: Gewalt gegen Frauen ist niemals akzeptabel, niemals entschuldbar und darf niemals toleriert werden.“ (Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, 2008). Das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz unterstützt Präventions-, Interventions- und Hilfemaßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, gibt es die Broschüre "Gewalt in engen sozialen Bindungen beenden" jetzt erstmals auch in englischer, arabischer, persischer und türkischer Übersetzung.
Unter dem Link https://mffjiv.rlp.de/de/service/publikationen sind die Broschüren abrufbar.

Kleiner Aufwand - große Wirkung

Pulsoxymetrie kann viele Kinderleben retten

Der donum vitae Landesverband Rheinland-Pfalz begrüßt die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses zur verpflichtenden Einführung der Pulsoxymetrie in den ersten Lebenstagen. Die Untersuchung wird in vielen Krankenhäusern bereits freiwillig angeboten. Durch die verpflichtende Aufnahme in den Katalog der U-Untersuchungen wird eine wichtige diagnostische Lücke geschlossen.
Diese Untersuchung, die mittels eines Lichtsensors beim Neugeborenen durchgeführt wird und als Ergebnis sofort den Sauerstoffgehalt im Blut des Kindes anzeigt, gibt zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach der Geburt einen wichtigen Hinweis darauf, ob bei einem Neugeborenen ein kritischer angeborener Herzfehler vorliegt.

Durch das verpflichtende Pulsoxymetriescreening kann auch jenen Kindern eine optimale Versorgung zuteil werden, deren Eltern sich aus guten Gründen gegen eine umfassende Pränataldiagnostik während der Schwangerschaft entschieden haben. „Die Untersuchung ist daher auch ein wichtiger Baustein für die Wahlfreiheit der werdenden Eltern in Bezug auf die pränatale Diagnostik und wichtige Grundlage für die Umsetzung des ethischen Grundsatzes, dass es für werdende Eltern auch ein Recht auf Nichtwissen geben muss“, sagt Rita Waschbüsch, Bundesvorsitzende von donum vitae.

donum vitae berät bundesweit schwangere Frauen und Paare auch im Kontext der vorgeburtlichen Diagnostik. Aus der Beratungserfahrung wissen wir, wie wichtig die bewusste Entscheidung der werdenden Eltern in Bezug auf die Durchführung vorgeburtlicher Untersuchungen ist. Bei einem auffälligen Befund begleiten wir die Paare auf ihrem schweren Weg und machen Mut, sich für ein Leben mit einem Kind mit einer Beeinträchtigung oder Erkrankung zu entscheiden, auch wenn, wie bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern häufig viele Operationen und Krankenhausaufenthalte das Familienleben prägen werden.
donum vitae Rheinland-Pfalz e.V.
Am Feuerwehrturm 6, 66849 Landstuhl
06371/6196910