Bundesstiftung Mutter und Kind

Eine Schwangerschaft bedeutet eine tief greifende Veränderung im Leben der Frau und werdenden Mutter. Wenn dann die eigene Lebenssituation von finanzieller Not oder noch anderen Problemen geprägt ist, besteht die Gefahr, dass sich die Schwangere der bevorstehenden Mutterschaft nicht gewachsen fühlt.
Seit 1984 hilft die Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens schwangeren Frauen in Notlagen schnell und unbürokratisch durch ergänzende finanzielle Unterstützung in Verbindung mit individueller Beratung. Ziel der Bundesstiftung ist es, der schwangeren Frau die Entscheidung für ein Leben mit dem Kind und somit die Fortsetzung ihrer Schwangerschaft zu erleichtern. Dafür stellt der Bund jährlich Mittel zur Verfügung, die den 16 zentralen Einrichtungen in den Bundesländern zur direkten Vergabe an Schwangere in einer prekären Notlage zugewiesen werden.

Wofür gibt es finanzielle Unterstützung?

Für Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt oder Erziehung und Pflege des Kleinkindes entstehen, wie Schwangerschaftsbekleidung, Erstausstattung des Kindes, Weiterführung des Haushalts, Betreuung des Kleinkindes (z.B. um eine Ausbildung beenden zu können ), Einrichtung der Wohnung.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

- Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland
- Schwangerschaftsattest, z.B. Mutterpass
- Finanzielle Notlage, in der der Bedarf für Schwangerschaft,
Geburt sowie Pflege und Erziehung des Kleinkindes nicht durch
eigenes Einkommen oder anderweitige Unterstützungsleistungen
gedeckt werden kann

Wo und wann ist der Antrag zu stellen?

- Antrag kann nur bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle und muss noch während der Schwangerschaft gestellt werden.
- Die Antragstellung sollte frühzeitig, also möglichst zu Beginn der Schwangerschaft, erfolgen.
- Im Rahmen der Antragstellung wird individuell und vertraulich beraten, auch zu möglichen Leistungsansprüchen vor und nach der Geburt sowie zu anderen Hilfsangeboten im regionalen Umfeld.

Wichtig zu wissen:

- Die finanziellen Stiftungshilfen dürfen nicht auf andere Sozialleistungen, wie z.B. Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe, angerechnet oder bei der Berechnung solcher Leistungen als Einkommen berücksichtigt werden.
- Auf finanzielle Hilfen der Bundesstiftung besteht kein Rechtsanspruch, da es sich nur um eine ergänzende Unterstützung in einer besonderen Notlage handelt.
  • Bundesstiftung Mutter und Kind

Donum vitae in Rheinland-Pfalz ist als staatlich anerkannte Beratungsstelle berechtigt Anträge zu stellen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an eine Beratungsstelle vor Ort.

In Rheinland-Pfalz ist die Stiftung “ Familie in Not” beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz angesiedelt. Die eingehenden Anträge für die Bundesstiftung /Landesstiftung werden individuell entschieden. Der Vergabeausschuss entscheidet über schwierige Anträge. Für die Beratungsstellen von donum vitae in Rheinland-Pfalz ist Frau Christine Joniks im Vergabeausschuss vertreten und nimmt diese Aufgabe seit 15 Jahren wahr. Frau Christine Joniks wird vertreten durch Frau Monika Wefers.

Das Land Rheinland-Pfalz hat auch noch eine Landesstiftung, wo gegebenfalls nach der Geburt in schwierigen Situationen Anträge gestellt werden können. Informationen dazu erhalten Sie in den donum vitae Beratungsstellen.
donum vitae Rheinland-Pfalz e.V.
Am Feuerwehrturm 6, 66849 Landstuhl
06371/6196910